Historischer Jahrgang
1956 verkörpert das „schwarze Jahr“ von Bordeaux – ein seltenes Zeugnis in der Geschichte von Mouton und des gesamten Bordelaiser Weinbaus.
Äußerste Rarität
Erträge von nur rund 25 % einer normalen Lese und nur noch wenige gesunde Flaschen machen diesen Wein in erster Linie zu einem Sammlerobjekt.
Sammlerstück
Mit dem von Pavel Tchelitchew gestalteten Etikett gesucht, um eine künstlerische Vertikale von Mouton Rothschild zu vervollständigen.
Die Pauillac‑Ikone zwischen Kunst und Legende

Zartes Zeugnis eines schwarzen Jahres
1956

Ein Mouton Rothschild aus dem „schwarzen Jahr“ 1956 – seltenes historisches Zeitdokument, mehr Sammlerstück als Genusswein.
Château Mouton Rothschild 1956
1er Cru Classé, Pauillac
Herkunft :
France - Bordeaux - Pauillac AC
Rebsorten :
77% Cabernet-Sauvignon, 12% Merlot, 9% Cabernet Franc, 2% Petit Verdot
Vinifikation :
Gärungen in den traditionellen Eichenholzbottichen des Schwerkraft-Kellers, wobei jede Parzelle separat vinifiziert wurde, um die Identität der Terroirs vor der Assemblage zu bewahren. Angesichts der Schwäche des Jahrgangs 1956 wurde eine besonders strenge Selektion vorgenommen, um nur die Partien zu behalten, die als geeignet für den Grand Vin galten. Genauere Angaben zu diesem Jahrgang liegen nicht vor.
Ausbau :
Traditioneller Médoc-Ausbau in Eichenbarriques, mit einem vom Château als vollständig (100 % Neuholz) angegebenen Anteil neuer Fässer für den Grand Vin über eine Dauer von etwa 20 Monaten. Regelmässiges Auffüllen und Schönung mit Eiweiss am Ende des Ausbaus zur Klärung des Weins. Mögliche, jahrgangsspezifische Anpassungen 1956 (exakte Dauer, Anteil Neuholz) sind nicht dokumentiert.
Serviertemperatur :
16-18°C
Trinkreife :
1960 - 1966
Lagerfähigkeit :
Am besten genießen vor 1966
Farbe :
Entwickeltes, bräunliches Mahagoni mit ausgeprägten ziegelroten Reflexen, abgedunkelte Intensität, stimmig für einen sehr alten Wein.
Nase :
Tertiäres, ätherisches Bouquet: altes Holz, Zedernholz, trockenes Laub, mentholartige Noten, Anklänge von Trockenfrüchten, nur schwache Fruchtintensität.
Gaumen :
Schlanke Struktur, völlig abgeschmolzene Tannine, Säure vorhanden, aber ohne richtige Frische, leichter Körper, sehr kurzes Finale mit erdigen und leicht stechenden Noten, Wein deutlich jenseits seines Höhepunktes.
Speiseempfehlungen :
Besser im Rahmen einer Sammler- oder Vertikalverkostung von Mouton servieren, als gezielt zu einem gastronomischen Gericht zu kombinieren.
