1er Cru Classé, Pauillac

Château Mouton Rothschild 1946

Ein seltener Mouton aus der Nachkriegszeit, gereift und von Patina geprägt – heute mehr wegen seiner Seele und Geschichte gesucht als wegen schierer Kraft.

Verfügbare Jahrgänge

Sammlerstück

Äußerst seltener Nachkriegsmillésime mit von Jean Cocteau gestalteter Etikette – spricht ebenso den Kunstsammler wie den Liebhaber großer gereifter Pauillac an.

Zeitzeugnis

Ein Mouton Rothschild mit diskretem Charme, getreues Abbild des Bordeaux der 40er-Jahre und eine tief historische Verkostungserfahrung.

Emotion statt Punktzahl

Ein heute vor allem wegen seines berührenden Charakters und seiner gereiften Eleganz gesuchter Wein – weniger für die rein önologische Performance.

Die Pauillac‑Ikone zwischen Kunst und Legende

Gepflegte Patina eines Mouton der Zeit

1946

Ein seltener Mouton aus der Nachkriegszeit, gereift und von Patina geprägt – heute mehr wegen seiner Seele und Geschichte gesucht als wegen schierer Kraft.

Château Mouton Rothschild 1946

1er Cru Classé, Pauillac

Herkunft :

France - Bordeaux - Pauillac AC

Rebsorten :

Vinifikation :

Traditionelle Vinifikation der Epoche in großen Gärbehältern (Holz oder Beton) mit klassischen Gärverläufen und einer Extraktionssteuerung, die an ein weniger konzentriertes Lesegut als 1945 angepasst ist. Es wird eine **strenge Traubenselektion** vorgenommen, um unzureichend gereifte oder witterungsbedingt geschädigte Beeren auszuscheiden. Der geringe natürliche Zuckergehalt des Jahrgangs führte vermutlich zu einer **moderaten Chaptalisierung**, damals übliche Praxis in kühlen Jahren, um einen zufriedenstellenden Alkoholgehalt zu sichern. Château Mouton Rothschild praktiziert zu diesem Zeitpunkt bereits die **komplette Flaschenfüllung auf dem Château**, die Baron Philippe seit 1924 eingeführt hat und die die Qualitätskontrolle bis zur Abfüllung gewährleistet. Da 1946 noch kein Zweitwein erzeugt wird, werden nur die besten Partien der Ernte in den Grand Vin übernommen, der Rest wird verworfen – ein Faktor, der zur geringen Produktionsmenge und der heutigen Seltenheit dieses Jahrgangs beiträgt.

Ausbau :

Klassischer Ausbau eines großen Médoc-Crus jener Zeit in französischen Eichenbarriques über etwa zwei Jahre, im Geist der Praxis der Premiers Crus des Médoc. Ziel des Ausbaus ist weniger die Steigerung der Kraft als die Wahrung von Balance und Finesse der Struktur in einem von Natur aus eher zurückhaltenden Jahrgang. Der Jahrgang 1946 zeichnet sich zudem durch seine Ausstattung aus: Das von **Jean Cocteau** illustrierte Etikett, als separates, oberes Etikett gestaltet, verankert Mouton in jener Tradition der „Künstleretiketten“, die die Legende des Château begründet hat.

Serviertemperatur :

16-18°C

Trinkreife :

1955 - 1995

Lagerfähigkeit :

Am besten genießen vor 2028

Farbe :

Tief ziegelrote, gereifte Farbe, bernsteinfarbenes Mahagoni mit rubinroten Reflexen auf gut erhaltenen Flaschen; aufgehellter Rand als Zeichen fortgeschrittener Entwicklung.

Nase :

Tertiäre Cabernet-Aromen: Leder, heller Tabak, Unterholz, Sandelholz, süße Gewürze; mit Luft treten Noten von Kakao, Trockenfrüchten, Backpflaume und kandierten Früchten hervor; eine anfängliche (medizinische, jodige) Reduktion ist möglich und vergeht an der Luft.

Gaumen :

Weicher Auftakt mit leicht süßlichem Eindruck, eher leichter, aber harmonischer Mittelgaumen mit Noten von Backpflaume, Kirsch, Zedernholz und Gewürzen; sehr reife, abgeschmolzene Tannine mit dichter, kaubarer Textur, ausgeprägte, heute integrierte Säure; trockener, würziger Abgang von mittlerer bis guter Länge.

Speiseempfehlungen :

Bresse-Geflügel aus dem Ofen mit Jus und Waldpilzen, Geschmortes Kalbsfilet mit Wurzelgemüse und schwarzem Trüffel, Gebratene Taube mit cremiger Polenta und Rotweinreduktion, Gereifte Hartkäse (alter Comté, gereifter Gruyère)